Das neue Rechenzentrum am Osnabrücker Campus Westerberg ist Ende 2019 nach gut zweiein­halbjähriger Bauzeit eröffnet. Knapp 25 Millionen betrug das Investment, damit zählt es zu den größten Landesbauvorhaben in der Region Osnabrück.
Foto: Uni Osnabrück, Hermann Pentermann

Ein neues digitales Herz für die Uni Osnabrück

Schröder & Partner zeichneten für Elektroplanung verantwortlich

Die Universität Osnabrück (rund 14.000 Studierende) hat ein neues Rechenzentrum auf dem Campus Westerberg. Es steuert den IT-Bereich der Uni, zudem beinhaltet das Verwaltungs­gebäude Lehr- und Arbeitsräume. Die Gesamtkosten liegen bei gut 24,5 Mio. Euro, damit ist das Uni-Rechenzentrum eines der größten Landesbauvorhaben in der Region Osnabrück. Das Team vom Ingenieurbüro Schröder & Partner (Bielefeld) hat die komplette Elektrotechnik geplant.

Es entstand ein helles Verwaltungs- und Seminargebäude mit rund 3.000 Quadratmeter Nutzfläche auf drei Etagen. Die Planer und Bauleiter von Schröder und Partner kümmerten sich um den elektrischen Teil der Gebäudetechnik (LPH 2-8). Dazu zählten die Stark- und Schwachstromanlagen, der Netzanschluss mit Trafo, die Notstromversorgung, die Medientechnik, die Brandmeldeanlage, eine digitale Schließanlage, ein Gebäudefunk für die Feuerwehr, die Fahrstühle, der Blitzschutz und eine Schrankenanlage. Ergebnis der Mühe: Ein Zertifikat nach der Euronorm 50600 dafür, dass die Strukturen und Einrichtungen des Rechenzentrums – darunter auch der Brandschutz – höchsten Anforderungen entsprechen.

Auftraggeber für den Neubau der Gebäude 94 und 95 war das Land Niedersachsen; der Entwurf stammt vom Architekturbüro ttsp hwp seidel Planungsgesellschaft mbH in Frankfurt am Main. Das Staatliche Baumanagement Osnabrück Emsland war als Bauherr für die Projektsteuerung und -leitung der Baumaßnahme verantwortlich. Der Neubau war nötig geworden, weil das Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) am Westerberg aufgrund von Brandschutzmängeln nicht länger genutzt werden durfte.

In der südlichen neuen Gebäudehälfte ist das Rechenzentrum untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich öffentlich zugängliche Lehr- und PC-Räume, die zukünftig für E-Prüfungen genutzt werden. Der Verwaltungsbereich des Rechenzentrums ist im Obergeschoss angeordnet. Im Untergeschoss finden Technik- und Lagerräume ihren Platz. In der dreigeschossigen, nördlichen Gebäudehälfte befindet sich künftig das Dezernat Gebäudemanagement. Im ebenerdig zugänglichen Untergeschoss ziehen die Elektro- und Metallwerkstatt ein, im Erdgeschoss und Obergeschoss sind die Büros.

Besonderes Highlight des Rechenzentrums der Uni Osnabrück ist ein offener Lichthof, der das Erd- und Obergeschoss umgibt.
Foto: Uni Osnabrück, Simone Reukauf

Zusammen mit der Bibliothek und dem gemeinsam mit der Hochschule genutzten Hörsaalgebäude bilden die Gebäude das quadratische Forum-Carré, eine von Nord nach Süd ansteigende Rasenfläche mit Sitzstufen als Aufenthaltsfläche.

Stimmen zur Eröffnung:

„Damit haben wir zusammen mit den angrenzenden Neubauten – also Mensa, Hörsaalgebäude und Bibliothek – rund 100 Millionen Euro in den Standort investiert.“

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler.


„Der Neubau ist ein weiterer wichtiger Baustein im Entwicklungskonzept Campus Westerberg.“

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl


„Ich beglückwünsche die Universität zu diesem wirklich beeindruckenden Rechenzentrum. Es unterstreicht eindrücklich, dass Osnabrück als Universitätsstadt bundesweit in der obersten Liga mitspielt.“

Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.


„Es freut mich, mit diesem Bauwerk zum Gelingen des Forum-Carrés beigetragen zu haben. Es war uns eine Kür, daraus auch ein Stück Architektur machen zu dürfen.“

Architekt Klaus Günther-Trautner, ttsp hwp Planungsgesellschaft

Einweihung des neuen Rechenzentrums der Universität Osnabrück mit (von links ) Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Cristina von Pozniak-Bierschenk, Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen und Architekt Klaus Günther-Trautner.
Foto: Universität Osnabrück/ Elena Scholz